Coronavirus

Aktuelle Informationen zur Pandemie

Stand 28. Oktober

Der Bundesrat hat am 28. Oktober aufgrund der ansteigenden Fallzahlen weitere Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie Covid-19 beschlossen. Für die Landeskirche und die Kirchgemeinden bedeutet dies:

Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind nicht mehr erlaubt. An Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen dürfen demnach maximal 50 Personen teilnehmen; Veranstaltende und Auftretende werden nicht mitgerechnet.

In Kirchen, Kirchgemeinde- und Pfarrhäusern bzw. in jenen Räumlichkeiten darin, die öffentlich zugänglich sind, ist das Tragen von Schutzmasken weiterhin obligatorisch. Neu gilt diese Vorschrift auch in den Aussenbereichen kirchlicher Einrichtungen.

Zusätzlich zur Maskentragpflicht sind auch die Abstände zwischen Personen (1,5 m) einzuhalten bzw. es dürfen nicht mehr Teilnehmende zugelassen werden, als der Raum bei einem Platzbedarf von 2,25 m2 pro Person ermöglicht. Von der Abstandspflicht sind nur Personen ausgenommen, die im selben Haushalt zusammenleben. Dies hat aber keinen Einfluss auf das Gesamtkontingent.

Das Erfassen der Kontaktdaten ist als zusätzliche Massnahme möglich, befreit aber nicht vom Einhalten des Abstandes.

Das Abendmahl kann unter Berücksichtigung der am 2. September kommunizierten Rahmenbedingungen weiterhin gefeiert werden. Möglich sind sowohl das wandelnde Abendmahl wie auch die Austeilung am Platz. In jedem Fall hat die Einnahme aber am Sitzplatz zu erfolgen.

Der Gemeinde- oder Chorgesang im Gottesdienst ist nicht zulässig. Möglich sind aber Auftritte von Solistinnen und Solisten, sofern sie genügend Abstand zum Publikum halten (mind. 3-4 m). Vortragende in Aktion (Predigt, Lesung, Musik) sind von der Maskentragpflicht ausgenommen. Sie müssen die Maske aber bis unmittelbar vor dem Einsatz tragen und auch unmittelbar danach wieder aufsetzen.

Laien-Chöre dürfen weder proben noch auftreten.

Da der Bundesrat die Maskentragpflicht auf die Sekundarstufe ausgedehnt hat, gilt sie neu auch für den Konfirmationsunterricht.

Die Maskenpflicht gilt neu auch am Arbeitsplatz, es sei denn, der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden (z.B. Einzelbüros).

Konsumationen sind wie bis anhin nur im Sitzen gestattet, unabhängig davon, ob sie in Innenräumen oder draussen stattfinden, und es sind die Kontaktdaten zu erfassen. Neu dürfen jedoch höchstens vier Personen an einem Tisch sitzen, ausgenommen Familien mit Kindern.

Kirchgemeindeversammlungen sind von der 50-Personen-Begrenzung ausgenommen. Der Kirchenrat empfiehlt Ihnen jedoch, Versammlungen auf die dringlichen Traktanden zu beschränken (z.B. Budget 2021), um sie zeitlich kurz halten zu können.

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Frühere Informationen

Die Schulen und insbesondere Kinder vor ihrem 12. Geburtstag sind von der generellen Maskentragpflicht in Innenräumen ausgenommen. Für den Religionsunterricht und Angebote für Kinder gelten deshalb nach wie vor die Schutzkonzepte für den kirchlichen Unterricht und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (s. Pandemie-Downloads für Kirchgemeinden).

«Im öffentlichen Raum sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen.»
Für Landeskirche und Kirchgemeinden bedeutet dies, dass das Zusammenstehen von mehr als 15 Personen vor kirchlichen Gebäuden vor und nach Veranstaltungen untersagt ist. Die Verantwortlichen werden gebeten, je nach Möglichkeiten auf diese Bestimmung hinzuweisen.

«Das Konsumieren von Speisen und Getränken in Restaurants und Ausgehlokalen wie Bars oder Clubs ist nur noch sitzend erlaubt, unabhängig davon, ob in Innenräumen oder im Freien.»
Konsumationen im kirchlichen Rahmen sind den Angeboten in Restaurants gleichzusetzen. Zudem gilt bei Konsumationen nach wie vor die Pflicht zur Erhebung der Kontaktdaten. Die Verfügung des Regierungsrates hinsichtlich Maskentragpflicht für das Servicepersonal gilt weiterhin.

«Der Bundesrat hat die ‹Covid-19-Verordnung besondere Lage› mit einem Absatz zum Homeoffice ergänzt. Arbeitgebende sind verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten.»
Der Kirchenrat wird die Situation hinsichtlich Homeoffice in den Kirchgemeinden und den Gesamtkirchlichen Dienste beraten, dabei auch die in den GKD durchgeführte Umfrage berücksichtigen und zu gegebener Zeit mit entsprechenden Empfehlungen auf die Kirchgemeinden zugehen.

In Anbetracht der Möglichkeit, dass die ausserordentliche Lage über die ganze kalte Jahreszeit anhalten könnte, empfiehlt der Kirchenrat, an Veranstaltungen und Anlässen vorderhand festzuhalten, bspw. auch an Kirchgemeinde- oder Kapitels-Versammlungen und auch an den Angeboten für die Mitglieder. Die Gesundheit der Mitglieder hat jedoch Vorrang, so dass Vorschriften und Schutzmassnahmen in jedem Fall ausnahmslos einzuhalten und umzusetzen sind. Wo möglich und zweckmässig, wird für die interne Zusammenarbeit wie schon während des Lockdowns empfohlen, den Einsatz von Video-Tools zu prüfen.  

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«Gastronomiebetriebe sind dazu verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste aufzunehmen.» – Diese Vorschrift des Regierungsrates bedeutet für die Landeskirche und die Kirchgemeinden, dass das Erfassen der Kontaktdaten für Konsumationen im Rahmen von kirchlichen Veranstaltungen zwingend ist. Zu den obligatorischen Kontaktdaten gehören Name, Vorname, Telefonnummer und Postleitzahl. Je nach Art der Veranstaltung kommen auch Ort des Sitzplatzes oder Anwesenheitszeit in Frage. Die Kontaktdaten müssen während 14 Tagen aufbewahrt werden. Bei Familien oder anderen Teilnehmer- oder Besuchergruppen, die nachweislich untereinander bekannt sind, genügt die Erfassung der Kontaktdaten von nur einer Person.

Das Feiern des Abendmahles ist seit dem Eidg. Dank-, Buss- und Bettag vom 20. September wieder möglich. Das Pfarramt kann aber nach Absprache mit der Kirchenpflege auf die Durchführung verzichten. Folgende Regelungen sind zu beachten:

- Das Pfarramt entscheidet in Absprache mit der Kirchenpflege über die Form des Abendmahls.
- Auf Gemeinschaftskelche ist generell zu verzichten.
- Das Abendmahlsbrot ist vorbereitet und zugeschnitten. Bei der Vorbereitung und beim Zuschneiden des Brotes sind Handschuhe und Gesichtsmasken zu tragen; das Personal in den Kirchgemeinden ist entsprechend zu instruieren. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Helferinnen und Helfer (oder Liturginnen und Liturgen) desinfizieren vor der Austeilung gegenüber der versammelten Gemeinde sichtbar ihre Hände. Bei Bedarf können Handschuhe verwendet werden. Dem gottesdienstlich-liturgischen Rahmen wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
- Die Schale mit dem Abendmahlsbrot kann seitlich (abseits der Sprechrichtung) aufgestellt werden, das Brot mit einer kleinen Brotzange in die Hände gereicht werden. In kleineren Gemeinschaften können Abendmahlsbrot und Einzelkelche in Einzelportionen auf dem Gabentisch bereitgestellt werden.
- Wo es die räumlichen Verhältnisse zulassen, ist eine Austeilung mit entsprechendem Abstand zu erwägen. Beim wandelnden Abendmahl ist auf die Abstandsregeln aufmerksam zu machen.
- Spendeworte werden nur mit Schutzmaske gesprochen.
- Die liturgische Einbettung des Abendmahls im Gottesdienst ist so zu gestalten, dass Gemeindeglieder, die nicht daran teilnehmen wollen, sich nicht herabgesetzt fühlen.
- Die Kirchgemeinde ist – bspw. via Website – über die Form des Abendmahls im Voraus zu informieren.

Diese Regelungen sind mit den Dekaninnen und Dekanen abgesprochen. Es sollen damit am Bettag und am Reformationssonntag vorerst Erfahrungen gesammelt werden.

Das Singen im reformierten Gottesdienst hat drei (unaufgeb- und nicht ersetzbare) Funktionen:

- Das Singen bildet das Zusammengehörigkeitsgefühl, das die feiernde Gemeinde konstituiert.
- Das Singen beteiligt alle Anwesenden aktiv.
- Das Singen ist ein emotionaler Glaubensausdruck, indem singend gebetet und/oder verkündigt wird.

Daher soll in den Gottesdiensten gesungen werden. Gleichzeitig ist jedoch die Gefahr der Ansteckung mit dem Corona-Virus zu beachten. Deshalb gilt:

- Es wird nur kurz gesungen, also keine vielstrophigen Lieder, sondern ein bis zwei einzelne Liedstrophen, kurze Kehrverse oder Liedrufe.
- Es werden keine Gesangbücher verwendet.
- Es muss während des Singens ein Mund-Nasen-Schutz (Hygiene-Schutzmaske) getragen werden. Kinder bis 12 Jahre sind von der Maskenpflicht befreit.

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Gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG ist ein «besonderer Schutz von Personen ab 65 Jahren oder mit bestimmten Grunderkrankungen am Arbeitsplatz über die grundlegenden Schutzmassnahmen hinaus nicht mehr notwendig. Es gilt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.»

Religionspädagogischer Unterricht findet statt. Verbindliche religionspädagogische Module, die zwischen 17. März und 7. Juni stattgefunden hätten, gelten als besucht und müssen nicht nachgeholt werden. Das Schutzkonzept RPG wurde entsprechend angepasst. Es steht auch eine Vorlage für Anlässe von Kirchgemeinden mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, die auf die Situation vor Ort angepasst werden kann.

Reisen, Exkursionen und Lager können unter Einhaltung der Schutzvorschriften durchgeführt werden. Es liegen dafür eine Vorlage für ein Schutzkonzept sowie eine Checkliste vor, die auf den Schutzkonzepten der Jugendverbände basieren, welche die vom BAG vorgegebenen und vom Bundesamt für Sport (BASPO) plausibilisierten Richtlinien einhalten.

Die Hauptverantwortung für Lager liegt grundsätzlich bei der Kirchenpflege der jeweiligen Kirchgemeinde, die wiederum eine Person als Lagerverantwortliche definieren muss. Das Schutzkonzept des einzelnen Lagers, das auf den beiden vorliegenden Dokumenten basiert, kann auf Wunsch noch mit der kantonalzürcherischen Coronavirus-Hotline Telefon 0800 044 117 abgeglichen werden. Wenn ein Lagerhaus über ein eigenes Schutzkonzept verfügt und Zweifel anmeldet, ob diese Schutzbestimmungen mit einem Lager eingehalten werden können, kann die Lagerleitung schriftlich die Verantwortung zur Einhaltung der Schutzmassnahmen übernehmen und so die Hausverantwortlichen entlasten.

Für die Durchführung von Senioren-Reisen steht ebenfalls eine Hilfestellung zur Verfügung.

Seelsorge mit physischer Anwesenheit ist in kirchlichen Amtsräumen oder auf Wunsch auch besuchsweise unter Einhaltung der Schutzmassnahmen zulässig. Die Seelsorge in Spitälern und Heimen erfolgt im Rahmen der Regelungen der betreffenden Institution. Die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer sind aufgefordert, mit den von ihnen betreuten Institutionen Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten zu klären. Von der Gesundheitsdirektion des  Kantons Zürich u.a. liegt ein entsprechendes Merkblatt vor.

Chorproben sind unter Anpassung der Settings und Einhaltung der Schutzmassnahmen möglich. Der Kirchenrat hat dazu das bisherige «Schutzkonzept für Chorproben» überarbeitet. Die darin aufgelisteten Massnahmen sind verbindlich.

Die zu Beginn der Pandemie zur Verfügung gestellte Ideenliste für alternative Gemeindeangebote ist mittlerweile in ein stehendes bzw. weiter auszubauendes Angebot überführt worden ist. Etliche der originellen und erfolgreichen Projekte verdienen auch in Zukunft Nachahmung: https://www.zhref.ch/antworten

Urheberrecht: Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS hatte aufgrund der Corona-Krise mit der Suisa die bis Mitte September geltende Vereinbarung getroffen, dass Musik im Rahmen von Gottesdiensten und gottesdienstähnlichen Anlässen im Internet übertragen werden darf. Diese Vereinbarung ist bis Ende 2020 verlängert worden. Für die Zeit ab 2021 steht die EKS mit der Suisa in Verhandlungen.

Direkt bis Ende 2021 verlängert werden konnte die Vereinbarung mit der VG Musikedition, die es den Kirchgemeinden erlaubt, im Rahmen von Live-Streams von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art (bzw. Formaten, die diese ersetzen) Liederblätter mit Noten und Texten einzublenden. Diese Regelung umfasst Einblendungen im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten Übertragung. Die Liederblätter und Noten dürfen jedoch nicht zum Download angeboten werden, da die VG Musikedition nicht über diese Rechte verfügt.

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Sie finden die Detailbestimmungen zu den vorstehenden und weiteren Themen in den angepassten Weisungen und Empfehlungen des Kirchenrates vom 24. Juni bei den Downloads für Kirchgemeinden: https://www.zhref.ch/themen/corona/corona-downloads-kirchgemeinden

Solidarität mit Menschen im Süden
Covid-19 bestimmt zurzeit den Alltag in unserem Land. Wie besorgniserregende Berichte zeigen, sind die Auswirkungen der Pandemie in Ländern des Südens jedoch viel verheerender als hierzulande. Damit deren Stimmen auch bei uns gehört und wahrgenommen werden, hat Brot für alle den Blog «Blick über den Gartenzaun» lanciert (https://brotfueralle.ch/blog). Wir laden Sie ein, diesen Blog weiterzuverbreiten.

Aus derselben Besorgnis heraus hat auch Mission 21 in den Sozialen Medien eine Solidaritätsaktion gestartet: Menschen sollen anderen Menschen mit Fotos, Videoclips, Texten usw. Mut machen und dies unter dem Hashtag ZeichenDerHoffnung verbreiten. Vorschläge und eine Anleitung finden sich hier: https://www.mission-21.org/informieren/news/detail/ein-zeichen-der-hoffnung-setzen

Unter dem Versammlungsverbot leiden insbesondere auch die Sammelkampagnen der Werke, so etwa die ökumenische Kampagne "Sehen & Handeln" von Brot für alle/Fastenopfer zum Thema Saatgut. Die Erträge aus dem traditionellen Rosenverkauf, den Suppentagen und Kuchenverkäufen entfallen und fehlen letztlich den Menschen, für die sie vorgesehen waren. Hinweise, wie die Kampagne online aufgenommen werden kann, finden sich auf der Website von Bfa: www.brotfueralle.ch. Der Kirchenrat bittet die Kirchgemeinden, deren Mitglieder zu einer separaten Spende aufzufordern und ggf. auch selber einen Beitrag aus ihren freien Reserven zu beschliessen und zu überweisen:
Postkonto 40-984-9 / IBAN CH95 0900 0000 4000 0984 9, Brot für alle, Bürenstrasse 12, 3007 Bern

Der Pandemie-Stab der Landeskirche und die Gesamtkirchlichen Dienste haben zu weiteren Bereichen Hilfestellungen und Materialien zusammengestellt. Sie finden sie hier.

:: Downloads für Kirchgemeinden

:: Website des Bundes mit Weisungen

:: Website des Kantons Zürich mit Weisungen

:: Gebete